Vertiefen Sie Ihr Verständnis für Kaiserschnittkinder durch kollegiales Lernen und praktische Fallreflexion. kaiserschnittkind.de entwickelt strukturierte Fortbildungsformate für Fachpersonen aus Pädagogik, Hebammenwesen und Beratung: ein Halbtagsseminar zur Schulbegleitung und ein zweitägiges Intensiv-Angebot mit Thurmann-Framework. Die Angebote sind als Bildungsformate konzipiert — kein Zertifizierungsprogramm, keine therapeutische Ausbildung, sondern gezielte Kompetenzerweiterung für den Berufsalltag.

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Workshop 1: Kaiserschnittkinder im Schulalltag — für Lehrkräfte und Erzieher*innen

Format: Halbtag (4 Stunden) — online und als Präsenz-Veranstaltung
Zielgruppe: Lehrkräfte (Primarstufe und weiterführende Schulen), Erzieher*innen, Kita-Fachpersonal
Voraussetzungen: Mindestens ein bis zwei Jahre Berufserfahrung in pädagogischem Kontext
Termine und Kursleitung: werden mit der ersten Ausschreibung bekanntgegeben

Kaiserschnittkinder machen fast ein Drittel aller Geburten in Deutschland aus — und dennoch wissen viele pädagogische Fachkräfte wenig darüber, welche Muster des Erlebens und Verhaltens mit der übersprungenen Geburtsschwelle zusammenhängen können. Dieser Workshop gibt Ihnen ein konkretes Beobachtungsraster an die Hand, mit dem Sie im Schulalltag aufmerksamer werden — ohne zu diagnostizieren.

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Beobachtbare Muster im Schulalltag: Übergangsreaktionen, Regulationsverhalten, Grenzsituationen — eingeordnet, nicht bewertet
  • Elterngespräche führen: Wie Sie das Thema Geburtserfahrung ansprechen, ohne zu alarmieren oder zu bagatellisieren
  • Grenzen des pädagogischen Rahmens: Was Lehrkräfte und Erzieher*innen leisten können — und wann sie weiterverweisen
  • Fallreflexion in der Gruppe: Anonymisierte Fallbeispiele aus der Praxis, gemeinsam besprochen

Was Sie nach diesem Workshop mitnehmen:

  1. Ein erweitertes Verständnis dafür, wie perinatale Erfahrung das Erleben von Kindern im Schulalltag beeinflussen kann
  2. Konkrete Gesprächseinstiege für Elterngespräche zum Thema Geburtserfahrung
  3. Klarheit über den Umfang und die Grenzen pädagogischer Begleitung in diesem Bereich
  4. Anonymisierte Fallreflexion als Methode für das eigene kollegiale Lernen

Lesen Sie mehr über die Situation von Kaiserschnittkindern im Schulkontext.

Workshop 2: Von Thurmann zur Fallreflexion — Perinatale Erfahrung verstehen

Format: Zweitägiges Intensiv-Seminar — online und als Präsenz-Veranstaltung
Zielgruppe: Hebammen, Therapeutinnen, Beraterinnen, Coaches mit Bezug zu Familien und perinataler Begleitung
Voraussetzungen: Abgeschlossene Berufsausbildung im eigenen Fachgebiet; Vorerfahrung im Bereich Pränatal- oder Perinatalpädagogik ist hilfreich, aber keine Bedingung
Termine und Kursleitung: werden mit der ersten Ausschreibung bekanntgegeben

Brigitte Thurmann hat in ihren Arbeiten zur prä- und perinatalen Erfahrung einen differenzierten Rahmen entwickelt, der erklärt, wie der Geburtsprozess — und seine mögliche Unterbrechung durch einen Kaiserschnitt — im Erleben des Kindes Spuren hinterlassen kann. Dieses zweitägige Seminar macht diesen Rahmen für Begleitpersonen zugänglich, die täglich mit Familien arbeiten.

Das Seminar verbindet theoretische Einführung mit praktischer Fallreflexion. Im Mittelpunkt steht nicht die Diagnostik, sondern das Verstehen: Wie erkennen Sie als Fachperson, ob ein Kind oder eine Familie in einem Integrationsprozess ist — oder ob sich etwas festgefahren hat? Und wie begleiten Sie in Ihrem eigenen Rahmen, ohne diesen zu überschreiten?

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Thurmanns Konzepte zur perinatalen Erfahrung: Einführung und praktische Einordnung (Thurmann, B.: Das Kaiserschnittkind — Literaturempfehlung zur Vor- und Nachbereitung)
  • Integrationsprozesse vs. festgefahrene Muster: ein Unterscheidungsrahmen für die Begleitung
  • Reflexionsethik in der Fachpraxis: Was bedeutet es, perinatale Erfahrung in der eigenen Arbeit zu berücksichtigen — und was bedeutet es nicht?
  • Grenzen in der professionellen Begleitung: Kollegiale Fallreflexion als Methode, Weiterverweisen als Kompetenz
  • Praxisübungen: Fallreflexion in Kleingruppen, Reflexionsfragen für die eigene Arbeit

Was Sie nach diesem Seminar mitnehmen:

  1. Vertrautheit mit Thurmanns Rahmen und praktischer Anwendbarkeit in verschiedenen Berufsfeldern
  2. Ein differenziertes Unterscheidungsvermögen zwischen Integrationszeichen und Stagnationsmustern im begleiteten Kontext
  3. Ethische Orientierung für Fragen der Weiterverweisung und Grenzziehung
  4. Erfahrung mit kollegialer Fallreflexion als Methode für die eigene Praxis

Thurmanns Konzepte werden auch für Eltern zugänglich gemacht — siehe Thurmann-Konzepte verständlich erklärt.

Praktische Informationen

Format: Beide Workshops werden online und — abhängig von Nachfrage und Standort — als Präsenz-Veranstaltung angeboten. Für Online-Durchführungen ist eine stabile Internetverbindung und Kamera Voraussetzung; Fallreflexion findet in Kleingruppen per Breakout-Rooms statt.

Kosten: Teilnahmegebühren werden mit der ersten Terminausschreibung kommuniziert.

Fortbildungspunkte: Die Akkreditierung bei einschlägigen Verbänden ist in Vorbereitung. Aktuellen Status teilen wir über den Newsletter mit, sobald Anerkennungen vorliegen. Auf Anfrage stellen wir Teilnahmebestätigungen aus.

Gruppenanmeldungen: Kollegiale Gruppen aus demselben Kontext sind ausdrücklich willkommen — Fallreflexion in einer Gruppe, die denselben Alltag teilt, vertieft den Lerneffekt. Schreiben Sie uns über das Impressum, um Modalitäten zu besprechen.

Wer sollte teilnehmen?

Workshop 1 — Kaiserschnittkinder im Schulalltag richtet sich an Lehrkräfte in der Primarstufe und den weiterführenden Schulen sowie an Erzieher*innen und Kita-Fachpersonal. Vorwissen zum Thema Kaiserschnitt ist nicht erforderlich — ein bis zwei Jahre Berufserfahrung im pädagogischen Alltag genügen als Ausgangspunkt.

Workshop 2 — Von Thurmann zur Fallreflexion richtet sich an Hebammen, Therapeutinnen, Beraterinnen und Coaches, die in ihrer Fachpraxis mit Familien rund um perinatale Erfahrungen arbeiten. Eine abgeschlossene Berufsausbildung im eigenen Fachgebiet wird vorausgesetzt.

Beide Workshops sind nicht als Qualifizierungsnachweis oder Zertifizierung konzipiert. Sie werden nach der Teilnahme fundierter begleiten können — als Lehrkraft, als Hebamme, als Beraterin. Nicht als “zertifizierte Spezialistin” für Kaiserschnittkinder: Das wäre ein Versprechen, das kein Workshop halten kann.

Häufige Fragen

Wann finden die ersten Termine statt? Die genauen Termine werden über den Newsletter bekanntgegeben. Wer auf der Warteliste steht, erfährt es als Erstes — bevor die Termine öffentlich ausgeschrieben werden.

Ist dieser Workshop auch online verfügbar? Ja — beide Workshops sind als Online-Format geplant. Workshop 1 (Halbtag) kann ausschließlich online oder in Präsenz stattfinden. Workshop 2 (zweitägig) wird sowohl als Online-Intensiv als auch bei ausreichender Nachfrage als Präsenz-Veranstaltung angeboten.

Gibt es eine Aufzeichnung für Personen, die nicht live teilnehmen können? In der Regel nein. Die Fallreflexionsteile leben von kollegialer Interaktion und geschütztem Rahmen — eine nachträgliche Aufzeichnung würde diesem Format nicht gerecht werden. Wenn Sie an einem Termin verhindert sind, tragen Sie sich auf die Warteliste für den nächsten Termin ein.

Werden die Workshop-Stunden als Fortbildungspunkte anerkannt? Die Akkreditierung ist in Vorbereitung. Sobald die Anerkennung durch einschlägige Verbände bestätigt ist, informieren wir alle auf der Warteliste per E-Mail. Auf Anfrage stellen wir Teilnahmebestätigungen aus.

Kann ich eine Gruppe aus meiner Schule oder Kita anmelden? Ja, Gruppenanmeldungen sind möglich und erwünscht. Für Gruppen ab vier Personen melden Sie sich bitte vorab über das Impressum, um Modalitäten zu besprechen.

Was ist, wenn ich den Workshop nicht vollständig besuchen kann? Die Workshops sind als zusammenhängende Formate konzipiert — Fallreflexion und Theorieteil bauen aufeinander auf. Ausnahmen werden im Einzelfall besprochen; melden Sie sich bitte vorab, wenn Sie absehen können, dass Sie einen Teil verpassen müssen.

Gibt es eine Warteliste? Ja. Wer sich für den Newsletter anmeldet und angibt, an Fortbildungen interessiert zu sein, steht auf der Warteliste. Sie erhalten eine E-Mail, sobald neue Termine veröffentlicht werden. Die Anmeldung verpflichtet zu nichts.

Auf der Warteliste bleiben

Wenn eines der Angebote zu Ihrer aktuellen Arbeit passt: Tragen Sie sich für den Newsletter ein. Sie erhalten neue Termine, ergänzende Materialien und Hinweise auf weitere Bildungsangebote — bevor diese öffentlich bekanntgegeben werden.

Newsletter abonnieren und über Termine informiert werden

Für laufende Einzelbegleitung von Familien: Im Begleitpersonen-Verzeichnis finden Sie Fachpersonen aus Ihrem Gebiet, die für Weiterverweisung zur Verfügung stehen.

Hinweis: Diese Workshops sind Fortbildungsangebote für Begleitpersonen in pädagogischen, hebammenkundlichen und beraterischen Kontexten. Sie ersetzen keine medizinische, hebammenkundliche oder psychotherapeutische Behandlung — weder für die Teilnehmenden noch für die Familien, die sie begleiten.